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Management Letter

Denken Sie manchmal über die Welt, Ihren Beruf, Ihre Zukunft nach? Wir können das auch gemeinsam tun. Gemeinsam mit mir und vielen Managern in vielen Ländern, die regelmäßig unseren Management Letter bekommen. Hier können Sie ihn anfordern.
 

2010
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Ein besonderer Luxus

Liebe Frau Lange,

was ist für Sie Luxus? Wenn ich mit Führungskräften spreche, nennen diese eben nicht den volkstümlich unterstellten neuen, jährlichen Bonus-BMW, den Montblanc-Füllfederhalter, das Handy von Vertu oder das Seidentuch von Gucci. Für einen echten Manager ist Luxus das, was mir ein Projektmanager im Anlagenbau sagte: „Ich hasse Fremdbestimmung. Die einzigen, die mir sagen dürfen, wo es langgeht, sind meine Kunden.“ Diese Einzelmeldung ist empirisch gut gesichert: Manager hassen Fremdbestimmung und schätzen Entscheidungsfreiheit.

Der Manager an sich ist ein Unternehmer im Unternehmen, ein Freigeist. Ein Banker sagte mir: „Entscheidungsfreiheit ist für mich Luxus. In meinem Job ist alles geregelt. Das Recht, auf der Stelle Ja und Amen sagen zu können, wenn ich es für richtig halte, das hat keiner von uns. Ich muss wegen jedem Euro einen Investitions- oder Kreditantrag ausfüllen!“ Eine Industriemanagerin meinte: „Ich will mir nicht sagen lassen, wo und wann ich wie arbeiten soll, solange ich die vereinbarten Ergebnisse bringe und alle meine Mitarbeiter happy sind. Mir ist freie Zeiteinteilung wichtig. Wenn ich eine Zeitkarte stecken müsste, würde ich sofort kündigen.“ Überraschend viele Coachees kommen in der Zwischenzeit nicht mehr wegen der Karriereplanung oder außerordentlichen Herausforderungen zu mir ins Coaching, sondern mit der brennenden Frage: Kann ich mir irgendwann den Luxus leisten, nicht mehr ständig von Vorstand, Aufsichtsrat, Anteilseignern, öffentlicher Meinung und Politik gegängelt zu werden?...

Freuen Sie sich!

Lieber Herr Wolf,

vor kurzem sprach ich mit der Chefin einer Hotelgruppe, die mir sagte: „Schön, zur Abwechslung mal mit jemandem zu reden, dem es gut geht. Ich hatte eben einen Business-Kunden in der Leitung, der hat nur gejammert; dem geht es so schlecht.“ Und wie geht es Ihnen?

Wie haben Sie die ersten drei Monate des Jahres 1 nach der großen Krise verbracht? Stöhnen Sie noch oder managen Sie schon? „Was kann man denn schon groß gegen so eine Krise ausrichten?“, fragen mich viele. So fragen Pessimisten. Manager fragen: „Wie können wir unser Geschäftsmodell an die veränderten Zeiten anpassen?“...

Chef, hör mir zu!

Liebe Frau Reill,

neulich fand die Wissenschaft heraus, was Manager sich wünschen. Worauf tippen Sie?

Mehr Gehalt? Mehr Bonus? Mehr Karriere? Das auch. Aber ganz vorne fand sich ein Wunsch, den mir jeder Manager, jede Führungskraft und jeder Vorgesetzte bestätigt: mehr Aufmerksamkeit vom Chef.

Hier einige Klagen von Coachees und SeminarteilnehmerInnen: „Wann immer ich ein Problem mit ihm besprechen möchte, hat er keine Zeit für mich.“, „Ich weiß nie, woran ich bei ihr bin: Sie sagt das nicht wirklich klar und deutlich.“, „Ich weiß nicht, ob er mit mir zufrieden ist – er spricht ja nicht darüber.“, „Sie sagt mir immer mal wieder: ‚Machen Sie nur – Sie haben mein volles Vertrauen’“ Das ist schön, aber das reicht nicht. Vertrauen ist gut, Aufmerksamkeit ist besser...

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